21. Juni 2022

Leserbrief

„Gut funktionierender Notdienst“

Zum Thema „Wasserrohrbruch“ erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief von Karl Pitz. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer an info@schwalbacher-zeitung.de.

Wie Infrastruktur in Deutschland funktioniert? – da fällt einem inzwischen fast nur noch ein: Berliner Flughafen, Stuttgarter Hauptbahnhof, Gleisnetz und Autobahnbrücken.
Aber es gibt andere Beispiele. Hier ein kleines, direkt aus unserem Schwalbach.
Kurz vor Fronleichnam, um 2 Uhr in der Nacht: Ein dicker Wasserstrahl sprudelt aus der grünen Verkehrsinsel zwischen Westring und Ostpreußenstraße: Rohrbruch!
Man denkt, das war’s – ohne Wasser über die Feiertage bis mindestens Montag.
Aber nix da: sofort in der Nacht funktioniert der Notdienst und bringt den Bruch erst einmal unter Kontrolle. Und dann rücken früh morgens die Bauleute von Henning-Bau an, baggern ein mehrere Meter tiefes Loch, schaffen den Boden auf dicken Lastern weg, zack, zack. Restwasser abgepumpt, Rohr mit dicker Schelle umlegt, Boden wieder ran geholt, Abdeckung mit guter Pflanzerde und fertig. Noch am selben Nachmittag! Feiertage waren gerettet!
Man konnte wieder Zähne putzen, Hände waschen, Kartoffeln kochen.
Und dies, schon geradezu anrührend: morgens um 8 Uhr steht einer von den städtischen Wasserwerken mit zwei Kanistern Frischwasser vor der Haustür. Man glaubt es nicht.
Danke allen Beteiligten.

Dr. Karl H. Pitz,
Schwalbach

Ein Gedanke zu „„Gut funktionierender Notdienst“

  1. Werter Herr Dr. Pitz,

    vielen herzlichen Dank für diese herzerfrischenden Worte. Gerade in einer Zeit, wo selbst der kleinste Missstand lautstark kritisiert und hochstilisiert wird, ist es höchst erfreulich, wenn auch positive Dinge nicht einfach nur als selbstverständlich hingenommen werden, sondern die durchaus angebrachte Wertschätzung erfahren.

    Solche Berichte würde ich gerne viel öfter lesen.

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