23. August 2017

Schwalbacher Spitzen

Respekt

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

„R-E-S-P-E-C-T“, schmetterte Soullegende Aretha Franklin vor 50 Jahren und wurde damit zu einer Ikone der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. „Respekt“ ist in Schwalbach zurzeit wieder in aller Munde. Doch das Wort kommt bei weitem nicht mehr so kraftvoll und unbändig heraus wie damals bei Aretha Franklin.
„Respekt“ fordern auf der einen Seite die Polizisten, die Schwalbach als ausgemachten Hort der Respektlosigkeit gegenüber Uniformträgern ausgemacht haben. „Respekt“ fordern aber auch die mutmaßlich Respektlosen von der Polizei. Sie jammern, dass sie von den Beamten nicht korrekt behandelt werden, wenn die ihre Ausweise kontrollieren wollen oder nach Drogen suchen. Ob sie den Polizisten aber wirklich mehr Respekt zollen würden, wenn diese vorher „Bitte, bitte“ sagen, darf doch stark bezweifelt werden.
An alle, die das vielleicht noch nicht gelernt haben: Respekt bekommt man nicht einfach so, den muss man sich verdienen. Mit frisch gegelten Sidecut-Haaren einen Basketball auf dem FES-Schulhof zu dribbeln, reicht da nicht aus. Engagiert euch in Vereinen, macht bei Festen mit, helft den Jüngeren, kümmert euch um Ältere, beißt euch in Schule oder Beruf durch, unterstützt die Flüchtlinge, mischt euch ein, wenn jemand Mist baut, sammelt mal den Müll von der Straße auf! Und und vor allem: Guckt nicht immer so griesgrämig, sondern lächelt auch Mal! Der Respekt kommt dann von ganz allein.

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2 Gedanken zu „Respekt

  1. Na ja, bei manchen Ordnungshütern fällt es aber auch wirklich schwer.

    Die haben zum Teil auch einen frisch gegelten Sidecut und die grimmige Miene und glauben, dass alleine ihre Uniform ausreicht um einen Anspruch auf respektvolle Behandlung zu haben.

    …und wehe man reagiert nicht so, wie die es wollen…

    Da wird dann schikaniert.
    Das können die gut.

    …denn am Ende glauben alle dem Polizisten.

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