5. Juni 2019

SPD erläutert die Entscheidung, die Kastanien am unteren Marktplatz zu fällen

„Der Platz wird grüner als je zuvor“

Vermutlich zum letzten Mal blühen die Kastanien am unteren Marktplatz. Sie sollen im Zuge der Umgestaltung des Platzes ersetzt werden. Foto: Schlosser

Die Schwalbacher SPD bekräftigt noch einmal ihr Ja zu den Umgestaltungsplänen für den unteren Marktplatz. Die Entscheidung, die Kastanien zu fällen, habe man sich nicht leicht gemacht.

Der untere Marktplatz ist laut SPD in die Jahre gekommen. Die Treppen und die Pflasterung seien an vielen Stellen marode. Er sei auch insgesamt nicht mehr ansehnlich und lade nicht zum Verweilen ein. Aber insbesondere sei er auch nicht oder nur sehr schwer zugänglich für Menschen mit Behinderung und solchen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, da die Zugangsrampen viel zu steil sind.
In vielen Sitzungen hat laut SPD eine Projektgruppe mit Vertretern aller Fraktionen und Interessensvertretern sowie verschiedenen Experten Vorschläge erarbeitet, die in den Ausschüssen beraten und abgestimmt worden sind und letztlich in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mit Mehrheit angenommen wurden. „Wir sind der Meinung, dass mit der jetzt gefundenen Lösung, die Aufgabenstellung, den Platz für alle zugänglich und ansehnlicher zu gestalten sowie bestehende Schäden zu beseitigen, erfüllt wurde. Wir freuen uns auch, mit den Bürgern diesen Platz, der durch Veranstaltungen wie den Sommertreffs vielen Menschen als Treffpunkt dient, im nächsten Jahr einweihen und beziehen zu können“, meint SPD-Fraktionsvorsitzender Hartmut Hudel.
Bezüglich der Kastanien ist es laut SPD nachzuvollziehen, dass das Beseitigen von Bäumen viele Menschen „emotional sehr berührt“. „Auch wir haben uns diese Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Aus unserer Sicht haben sowohl der Landschaftsarchitekt im Bauausschuss als auch der Umweltschutzbeauftragte der Stadt Schwalbach aber überzeugend dargelegt, dass die Kastanien an dieser Stelle keine lange Überlebensdauer mehr haben“, erklärt Hartmut Hudel.
Die Bäume stünden in ihren Betongefäßen wie in großen Blumentöpfen. Für Kastanien dieser Größe sei das ein viel zu kleiner Wurzelraum. Die Wurzeln schaffen sich der SPD zufolge Platz auch durch Beschädigung des Mauerwerkes. Schaffen sie sich aber keinen Platz würden sie den Bäumen in dieser Größe keinen sicheren Halt bieten. Durch die Kopflastigkeit der Bäume mit den großen Kronen drohe irgendwann der „unkontrollierte Umsturz mit allen denkbaren Folgen“.
Die SPD will ein Platzkonzept für die Zukunft umsetzen und dort einen schönen Platz schaffen, der neben der Verbesserung des Zugangs eine hohe Aufenthaltsqualität bringt. Dazu sollen den Sozialdemokraten zufolge auch wieder Bäume gepflanzt werden. Aber diesmal würden die Landschaftsarchitekten solche auswählen, die für einen solchen Platz geeignet seien, schön aussehen und die notwendige Verschattung vorsehen.
Hartmut Hudel: „Auf den Plänen sind Bäume eingezeichnet und markiert. Danach wird der Platz grüner als zuvor werden. Der neu zu gestaltende Brunnen wird erheblich zur Attraktivität beitragen. Die Ruhezonen, der Spielplatz für die Kinder und die Sitzgelegenheiten werden den unteren Marktplatz sicher zu einem Treffpunkt für alle machen.“ red

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