24. Juli 2020

Christiane Augsburger feiert heute ihren 60. Geburtstag

Echtes Schwalbacher Mädscher

Seit sieben Wochen genießt Christiane Augsburger den Ruhestand. Foto: Archiv

Ein echtes Schwalbacher Mädscher feiert heute seinen 60. Geburtstag. Christiane Augsburger gehört zu den wenigen Schwalbacherinnen, die auch tatsächlich hier geboren wurden. Außerdem war sie ein Fünftel ihres Lebens natürlich Bürgermeisterin der Stadt.

Auf die Welt kam sie in ihrem Elternhaus in der Hardtbergstraße und das war auch schon 1960 etwas Besonderes. Sie ist hier zur Schule gegangen und aufgewachsen. Verlassen hat sie Schwalbach – zumindest zum Arbeiten – erst als erwachsene Frau, blieb der Stadt aber immer verbunden und fand schließlich ihre Berufung im Rathaus. 2002 wurde sie zur hauptamtlichen Ersten Stadträtin gewählt und war seither in vorderster Reihe für die Geschicke ihrer Geburtsstadt verantwortlich.

Sechs Jahre später eroberte sie schließlich für ihre Partei, die SPD, das Schwalbacher Rathaus zurück und wurde Bürgermeisterin. Der Rest ist noch nicht richtig Geschichte: Nach ihrer Wiederwahl im Jahr 2014 trat sie in diesem Frühjahr nicht noch einmal an und schied erst vor wenigen Wochen aus dem Amt, das sie einmal als „schönsten Beruf der Welt“ bezeichnet hat. Christiane Augsburger wählte den Zeitpunkt ihres Abschieds selbst. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass gegen sie wahrscheinlich kein Gegenkandidat eine Chance gehabt hätte.

Denn Christiane Augsburger war als Bürgermeisterin für ihre Schwalbacher immer da. Für sie gab es praktisch keine privaten Momente in der Öffentlichkeit. Ganz gleich ob in einer Sitzung der Stadtverordneten oder beim Brötchenholen: Christiane Augsburger war immer Bürgermeisterin, und sie war es gerne.

Anfang Juni bremste sie dann von 100 auf 0 ab. Nach der Amtsübergabe an Alexander Immisch ist sie kaum noch zu sehen gewesen, was natürlich aber auch daran liegen kann, dass die Corona-Pandemie dazu kaum Gelegenheiten bietet. Gleichwohl scheint sie es zu genießen, nun auch einmal leger gekleidet durch Schwalbach laufen zu können und nicht mehr die Bürgermeisterin zu sein.

Die Corona-Pandemie hat nun auch verhindert, dass es zum 60. Geburtstag eine große Feier oder einen Empfang gegeben hat. Ihren Ehrentag begeht die „Alt-Bürgermeisterin“ im kleinen Kreis mit Ehemann Herbert May. Einer Tageszeitung verriet sie aber, dass sie die Festivitäten im nächsten Jahr nachholen will. MS

Ein Gedanke zu „Echtes Schwalbacher Mädscher

  1. Also bitte…,
    vorweg natürlich „Glückwunsch zum Geburtstag“…,
    allerdings würde ich als alter Hesse behaupten, dass es „Echtes Schwalbacher Mädsche“ heißen müsste,
    also einzigartig gelesen!!

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