10. Juni 2021

Bürgermeister Alexander Immisch war bei Greensill-Gläubigerversammlung in Bremen

Vielleicht gibt es ein Viertel zurück

Laut Bürgermeister Alexander Immisch hofft der Insolvenzverwalter in den nächsten fünf Jahren 25 bis 30 Prozent der verlorenen Gelder zurück zu gewinnen.

Am Dienstag reiste Bürgermeister Alexander Immisch nach Bremen zur ersten Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren der Greensill-Bank. Dem Insolvenzverwalter zufolge könnten für Schwalbach etwa 4,75 bis 5,7 Millionen Euro aus der Greensill-Pleite möglicherweise gerettet sein.

Hinsichtlich der Ergebnisse dieser Gläubigerversammlung für die geschädigten Städte und Gemeinden schließt sich Alexander Immisch der Bewertung des Monheimer Bürgermeisters, Sprecher der Interessengemeinschaft, an. Danach gibt es zwei Nachrichten.
„Erstens hat der Bankenverband dafür gesorgt, dass der Vertreter der Städte und Gemeinden, die Anwaltskanzlei, die von uns ein Mandat erhalten soll, aus dem Gläubigerausschuss herausgewählt wurde. Das ist sehr ärgerlich, denn schließlich bilden die betroffenen Gebietskörperschaften die drittgrößte Gläubigergruppe. Wir werden Transparenz einfordern und das Wirken des Gläubigerausschusses ab jetzt kritisch begleiten“, erklärt das Schwalbacher Stadtoberhaupt. Der Anwalt, der die Interessen der Kommunen vertreten soll, sei in der Begleitung des Verfahrens damit freier.
Die zweite Nachricht bestehe in der Hoffnung auf Rettung von 25 bis 30 Prozent der verlorenen Millionen in den kommenden fünf Jahren. Der Insolvenzverwalter berichtete in Bremen darüber, wieviel Geld er bereits jetzt sichern konnte und welche Aussichten es nach ersten Prüfungen für die Rettung weiterer finanzieller Mittel gibt. „Ohne ein Versprechen abzugeben, hat sich der Insolvenzverwalter zum Ziel gesetzt, innerhalb von fünf Jahren bis zu zwei Milliarden Euro einzusammeln. Nach Abfindung der gesetzlichen Einlagensicherung würde dies einer Quote von 25 bis 30 Prozent für alle übrigen Gläubiger entsprechen“, berichtet Alexander Immisch.
Die Stadt Schwalbach war bei der Gläubigerversammlung als eine von 17 öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften präsent, die ihre Interessen im Insolvenzverfahren gemeinsam von zwei Rechtsanwaltskanzleien vertreten lassen wollen. Dies hatte der Magistrat der Stadt in seiner Sitzung am 19. April beschlossen. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung dazu steht noch aus. Der Bürgermeister möchte in der kommenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni dafür werben. red

4 Gedanken zu „Vielleicht gibt es ein Viertel zurück

  1. Ich kann mich dem nur anschließen. Wer so einen Benutzernamen wählt gehört gesperrt.
    Aber leider hat Herr Schlosser bisher noch nicht reagiert obwohl ich ihn auch schon darauf hingewiesen habe.

  2. Bei allem Verständnis für den Ärger über den Schaden, der Schwalbach entstanden ist und das der eine oder andere seinen Klarnamen nicht im www nennen möchte, finde ich das Menschen, die sich selbst als Rassisten und Mörder bezeichnen, hier kein Forum bekommen sollten.

  3. „bestehe in der Hoffnung auf Rettung von 25 bis 30 Prozent der verlorenen Millionen in den kommenden fünf Jahren“

    Einfach nur lächerlich,
    Hoffnung & 25-30%, in den kommenden 5Jahren… Bravo Herr Immisch.
    Glanzleistung. *Nicht!

  4. Nach der ersten Gläubigerversammlung zeigt sich bei optimistischer Betrachtungsweise ein Verlust von 70 bis 75 Prozent der eingelegten Mittel. Abzüglich der Anwaltshonorare. Die Gläubigerversammlung hat mit der gesetzlichen und der privaten Einlagesicherung ein Volumen von rund 75 % Stimmenanteil. Das war von Anfang an klar. Als Vertreter der Gebietskörperschaften wird von der Gläubigerversammlung die Vertretung des Landes Thüringen angesehen, die im Gläubigerausschuss vertreten ist. Da im Insolvenzverfahren die gesetzliche Einlagensicherung mit 1 Milliarde Vorrang hat, bleibt zu hoffen, dass genug für die 2 Millarden freiwillige Einlagensicherung und die anderen Gläubiger zusammen kommt. Bei der Verteilung kann der Gläubigerausschuss keinen bestimmten Einfluss nehmen. Zurück bekommen wir in Schwalbach die 19 Millionen jedenfalls nicht.

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