22. Juni 2021

Schwalbacher Spitzen

Keine Zeit zum Feiern

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Schwalbach ist Corona-frei. Doch bei aller Freude ist klar, dass es wahrscheinlich nicht dabei bleiben wird. Auch im Juni 2020 gab es für einige Zeit keine Fälle mehr in Schwalbach. Und trotzdem kamen die Wellen zwei und drei und legten die Stadt und das ganze Land ein gutes halbes Jahr lang lahm.
Damit es nicht wieder so kommt, muss jetzt gehandelt werden. Jetzt besteht die Chance, die erfolgreiche Null-Covid-Strategie einiger Länder, wie zum Beispiel Australien, nachzuahmen. Wenn sich künftig irgendwo das Sars-Cov2-Virus breit macht, muss diese Stadt oder Region schnell und konsequent in einen kurzen, aber harten Lockdown geschickt werden. Passiert das nicht, sitzen am Ende wieder alle für viele Monate fest.
Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, wenn die Zahlen niedrig sind. Jetzt müssen die Parlamente – und nicht die Regierungen – beraten und diskutieren, wie es weiter geht. Jetzt muss verbindlich entschieden werden, wer wann was zu tun und nicht zu tun hat. Denn wenn es soweit ist, ist keine Zeit mehr für lange Diskussionen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht „Schwalbach ist Corona-frei“ und schreiben Sie Ihren Meinung in das Feld unten!

Ein Gedanke zu „Keine Zeit zum Feiern

  1. Sehr geehrter Herr Schlosser,

    sie haben Recht, jetzt ist die Zeit, sich in Ruhe anzuschauen welche Maßnahmen wie halfen und aus diesen Erkenntnissen unsere Strategie im Krieg gegen Corona neu auszurichten.
    Hierbei auch auf andere Länder zu schauen, bietet interessante Lösungen im Umgang mit der Pandemie. Florida z.B. hatte den ganzen Winter durch nie einen Lockdown, dafür aber gezielt die vulnerable Bevölkerungsschicht geschützt: die Senioren, durch deren Lebenswerk unser Gemeinwesen entstand. Ein Blick auf unsere RKI-Statistik zeigt: das Medianalter liegt bei 84 Jahren, der bisher rund 89775 an oder mit Covid verstorbenen. D.h. 77700 waren älter als 70 Jahre.
    Ist da Zero-Covid eine Weise Strategie alle Menschen unterschiedslos in den Lockdown zu schicken, so wie Corona auftaucht?
    Auch von Mexiko können wir etwas lernen: Test and Treat.
    Als im Dezember dort die Zahlen in die Höhe gingen wurde jedem positiv Getesteten ein kleiner Medikamentenbeutel mit nach Hause gegeben, auch für die Angehörigen. Darin enthalten war u.a. das alte Medikament Ivermectin. Da dies seit 40 Jahren weltweit in milliardenfacher Dosis verabreicht wurde, im Kampf gegen Parasiten, war es diesen Versuch Wert, denn es zeigt faktisch keine Nebenwirkungen und hatte bereits in anderen Regionen (u.a. Perú) die Covid-Infektionen gesenkt.
    Nun geschah auch in Mexiko ein kleines Wunder: die Krankenhäuser leerten sich ab Januar, das normale menschliche Leben konnte ohne Lockdown stattfinden. In sehr vielen Studien zeigt Ivermectin seine Wirksamkeit in der Vorbeugung und insbesondere der Behandlung von bereits Erkrankten (von Erkältungssymptomen bis long Covid). In einigen Bundesstaaten in Indien wurde es auch schon erfolgreich gegen die dortigen Mutationen eingesetzt. Ivermectin hat nur einen Nachteil: man kann damit kein Geld mehr verdienen, da die Patente ausgelaufen sind.
    Auch gibt es immer mehr Erkenntnisse welche Vorbedingungen zu schweren Krankheitsverläufen führen: Vitamin D3-Mangel und/oder Übergewicht mit (entgleistem) Diabetes II. Beiden Vorbedingungen kann man Abhilfe schaffen und so dem Virus den Nährboden entziehen.
    Es gibt also viele spannende Erkenntnisse die nun analysiert und in eine neue Strategie umgesetzt werden könnten.
    Die harten Lockdowns der Zero-Covid-Strategie stellen für mich die schlechteste Herangehensweise dar, denn damit berauben wir uns unserer Lebendigkeit, dass, was unser Mensch Sein auf dieser Erde ausmacht.

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