18. Januar 2022

Schwalbacher Spitzen

Ein absurd hoher Betrag

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

Man kann es drehen und wenden wie man will: Vier Millionen Euro sind ein absurd hoher Betrag für die Sanierung des kleinen Funktionsgebäudes am Waldfriedhof. Selbst wer um die Tücken des Denkmalschutzes weiß, muss erkennen, dass für diese Summe wahrscheinlich eine ganze Jugendstilvilla in den besten Zustand versetzt werden könnte.
Natürlich werden am Friedhof ordentliche Personalräume, Toiletten, ein Kühlraum und ein Raum zum Waschen und Vorbereiten der Verstorbenen benötigt. Doch wenn Schwalbach dafür vier Millionen Euro ausgibt, landen wir gleich wieder im Schwarzbuch der Steuerverschwender.
Falls die Funktionen und der Denkmalschutz wirklich nur für diese Wahnsinnssumme zusammenzubringen sind, dann sind die Stadtverordneten verpflichtet, die Verwaltung zu stoppen und eine komplett andere Lösung zu finden. So könnte für die alltäglichen Arbeiten ein einfacher und günstiger Zweckbau an anderer Stelle errichtet werden, während die Hülle des alten Gebäudes denkmalgerecht saniert wird, um dann eine Vielzahl von Urnen-Kolumbarien aufzunehmen. So würden das „Ensemble“ erhalten und Millionen gespart werden. Gleichzeitig würde direkt neben der Trauerhalle ein würdiger Ort des Gedenkens entstehen, der besser dorthin passt als ein schnödes „Funktionsgebäude“.

Lesen Sie dazu den Bericht „Viel zu teures Nebengebäude“ und schreiben Sie Ihre Meinung in das Feld unten!

Ein Gedanke zu „Ein absurd hoher Betrag

  1. Das Jahr fängt gut an. Zwei kreative Lösungen an unterschiedlichen Orten. Einmal zum kritisierten Sanierungsaufwand des Funktionsgebäudes, daß andere Mal zum Smartphone freien, kostenbewussten Impfnachweis.

    So könnte
    für die alltäglichen Arbeiten
    ein einfacher und günstiger
    Zweckbau an anderer Stelle
    errichtet werden, während
    die Hülle des alten Gebäu-
    des denkmalgerecht saniert
    wird, um dann eine Vielzahl
    von Urnen-Kolumbarien auf-
    zunehmen. So würden das
    „Ensemble“ erhalten und
    Millionen gespart werden.
    Gleichzeitig würde direkt
    neben der Trauerhalle ein
    würdiger Ort des Gedenkens
    entstehen, der besser dorthin
    passt als ein schnödes „Funk-
    tionsgebäude“.

    „Wir drucken das hier selbst
    mit einem speziellen Drucker,
    so dass die Kundinnen und
    Kunden auf ihr Zertifi kat war-
    ten können“, berichtet Erik
    Modrack.
    Auch preislich ist das günsti-
    ger. Marktführer „Immunkar-
    te“ verlangt im Internet und
    in seinen Partner-Apotheken
    für ein Zertifi kat im Scheck-
    kartenformat 9,90 Euro. In der
    Limes-Apotheke kostet es nur
    fünf Euro.

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